- Im dritten Jahr in Folge ist das globale Geldvermögen 2021 zweistellig gewachsen, auf EUR 233 Billionen (+10.4%)
- Die schweizerischen Sparerinnen und Sparer wenden sich dem Kapitalmarkt zu und erzielen ein starkes Wachstum von 6,9%
- Wendepunkt: 2022 ist ein Rückgang von mehr als 2% zu erwarten – in realer Rechnung verlieren die Haushalte ein Zehntel ihres Vermögens
- Rückkehr der Schulden: Verbindlichkeiten der Haushalte wuchsen 2021 um 7.6%, dem stärksten Anstieg seit den Jahren vor der Finanzkrise
Allianz Global Wealth Report 2022: Ein letztes Hurra
Im Rückblick dürfte 2021 das letzte Jahr des alten „New Normal“ gewesen sein, in dem die Geldpolitik für ein Kursfeuerwerk an den Börsen sorgte. Dies zahlte sich für die privaten Haushalte aus: Im dritten Jahr in Folge wuchs das globale Geldvermögen[1] zweistellig, auf EUR 233 Billionen (+10,4%). In diesen drei Jahren erhöhte sich das private Vermögen weltweit um atemberaubende EUR 60 Billionen; dies ist so, als ob die Eurozone zweimal hinzugekommen wäre.
[1] Zum Brutto-Geldvermögen zählen Bargeld und Bankeinlagen, Ansprüche gegenüber Versicherungen & Pensionsfonds, Wertpapiere (Aktien, Anleihen und Anteile an Investmentfonds) sowie sonstige finanzielle Forderungen.
Stärkstes Wachstum in Asien, Osteuropa und Amerika
Schweizerinnen und Schweizer setzen verstärkt auf Wertpapiere
Das Brutto-Geldvermögen der schweizerischen Haushalte wuchs 2021 mit einer Rate von 6,9%, dem zweitstärksten Zuwachs seit der Finanzkrise; das Wachstum lag damit klar über dem langjährigen Durchschnitt (+4.3%). Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der Vermögensklasse Wertpapiere, die um sage und schreibe 19,9% zulegte. Auch wenn dies in erster Linie auf die boomenden Aktienmärkte zurückging, spielte das veränderte Sparverhalten auch eine Rolle: schweizerische Sparerinnen und Sparer erwarben 2021 Aktien und Investmentfonds in Höhe von EUR 50 Milliarden, eine Steigerung um 24% gegenüber dem bereits starken Jahr 2020; dadurch stieg der Anteil von Kapitalmarktprodukten an den frischen Spargeldern auf 60% – nie lag er in der Schweiz höher. Im Gegensatz dazu spielte die Dotierung von Bankeinlagen kaum mehr eine Rolle, mit EUR 3,3 Milliarden fiel sie so niedrig aus wie zuletzt während der Finanzkrise. Die restlichen Ersparnisse (EUR 30 Milliarden, keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr) flossen in Versicherungen & Pensionen.
Als Folge wuchsen Bankeinlagen 2021 nur sehr schwach (+0,4%), während Versicherungen & Pensionen moderat zulegten (+2,8%). Die Verbindlichkeiten verbuchten andererseits einen relativ kräftigen Zuwachs von 3,2% und damit das höchste Wachstum in mehr als sieben Jahren. Das gesamte Netto-Geldvermögen legte pro Kopf um 8,6% auf EUR 237.110 zu. Damit verharrte die Schweiz auf dem 2. Platz in der Liste der 20 reichsten Länder weltweit.
Das Jahr 2022 als Wendepunkt
Der Krieg in der Ukraine hat den Post-Corona-Aufschwung abgewürgt und die Welt auf den Kopf gestellt: Die Inflation steigt, Energie und Lebensmittel sind knapp und die Verschärfung der Geldpolitik setzt Wirtschaft und Märkte unter Druck. Die Haushalte werden die Auswirkungen auch bei ihrem Vermögen spüren. Das globale Geldvermögen dürfte 2022 um mehr als 2% zurückgehen, der erste nennenswerte Vermögensverlust seit der Finanzkrise 2008. In realer Rechnung könnten die Haushalte ein Zehntel ihres Vermögens einbüssen. Im Gegensatz zur Finanzkrise, auf die eine relativ schnelle Erholung folgte, sind diesmal auch die mittelfristigen Aussichten eher trübe: In den nächsten drei Jahren bis 2025 dürfte das jährliche nominale Wachstum des Geldvermögens etwa +4,6% betragen; in den vergangenen drei Jahren lag es bei +10,4%.
Die Rückkehr der Schulden
Ende 2021 erreichten die Verbindlichkeiten der Haushalte weltweit EUR 52 Billionen. Der Anstieg um 7,6% lag sowohl deutlich über dem langjährigen Mittel (+4,6%) als auch über dem des Vorjahrs (+5,5%). Das letzte Mal, dass das Schuldenwachstum noch höher lag, war 2006, noch vor der Finanzkrise. Die Schuldenquote (Verbindlichkeiten in Prozent des BIP) ist dennoch leicht zurückgegangen, auf 68,9% (2020: 70,5%), dank des kräftigen Anstiegs der nominalen Wirtschaftstätigkeit.
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Die Studie finden Sie hier: Economic Research | Allianz

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